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Hier war ich mal glücklich.

Ich würde so gerne nach Hause, doch ich habe vergessen wo das ist. Ich habe einen Schlüssel, doch er passt nur auf die falsche Tür.

Das Haus das ich betrete ist nicht mein Zuhause. Vllt war es das mal. Vllt ist es nur ein Negativ.

Der Staub im Flur dämpft die Schritte. Alles klingt dumpf. Die Bilder hängen schief, erinnern daran, dass es niemanden interessiert. Viele Schuhe am Geländer. Es sind Gäste da. Verbitterung und Vorwurf sind mal wieder zu Besuch.

Zu ihrer Linken, die Küche. Geschmackvoll und geräumig. Hier wird in letzter zeit oft gekocht. Für die ganze Familie. Eine Suppe aus Verachtung und Ironie, mal ein Eintopf aus Egoismus und Sarkasmus, ab und zu mal ein schwer verdaulicher Nachtisch garniert mit etwas Hinterlist. Wenn es dir zu lasch ist: Mit Tränen kann man alles nachwürzen.

Ein Speisewunsch? Oh, Tut uns Leid… Liebe haben wir nicht mehr. Vielleicht können wir nächste Woche welche kaufen wenn wir dran denken.

Schüttle den Kopf und gehe geradeaus ins Wohnzimmer. Ich will ja nicht unhöflich sein, also begrüße ich unsere Gäste. Ich mag sie nicht… aber sooft wie sie hier zu Gast sind gewöhnt man sich an sie mit der Zeit.

Ein falsches Lächeln, ein zu fester Händedruck. Ob ich gewachsen bin seit dem letzten Mal? Nein, ich glaube nicht… aber sie kommen mir auch viel größer vor als beim letzten Mal.

Ob sie gestern Abend zu laut gewesen seien? Nein, ich habe mich daran gewöhnt nachts nicht schlafen zu können.

Ich verabschiede mich. Es ist schon spät ich sollte schlafen. Ein freundliches Gute Nacht – Vielleicht sieht man sich beim Frühstück. Manchmal denke ich sie wohnen schon fast bei uns… Sie wollen gar nicht mehr gehen.

Die Treppe in den ersten stock knarrt, ein paar Bretter sind lose. Halten der Belastung kaum stand. Der einzige Fluchtweg schon so beschädigt. Das macht mir Angst... doch wo sollte ich auch hin?

Noch schnell ins Bad. Ich rümpfe die Nase. Die schwarze Kruste am weißen Porzellan verursacht eine unangenehme Gänsehaut. Aber was soll man machen?! Sich die Schuld von den Händen zu waschen scheint sehr harte Arbeit zu sein, wer hat danach noch Lust das Porzellan zu schrubben? Naja, werde ich es wohl morgen versuchen wieder ins Reine zu bringen. Anders ist es hier ja kaum zum aushalten. Selbst mit geputzten Zähnen hat man einen schlechten, schalen Geschmack im Mund. Und nachdem ich mir das Gesicht gewaschen habe, fühle ich mich noch dreckiger als vorher.

Haben all die Gemeinheiten unser Haus sogar bis in die Wasserleitungen durchdrungen?

Unsinn. Schnell das Licht aus und dann ab ins Bett. Mein Zimmer ist mein Fort Knox.

Men riesen Schutzwall aus Bildern von falschen Freunden und Postern einer Fantasiewelt. Einer Welt die besser ist als diese hier. Da wo man Gut und Böse auseinander halten kann und das Gute immer gewinnt.

Mein Bett ist kalt, aber ich habe warme Gedanken. Von besseren Zeiten und einer schönen Zukunft. Lang lebe die Fantasie. Das einzige Rettungsseil das niemand kappen kann.

Doch warme Gedanken lassen alles um dich herum noch kälter wirken.unten werden unsere Gäste laut. Sie scheinen sich wohl zu fühlen. Ich sehe sie bestimmt beim Frühstück wieder.

Tun wir einfach so als könnten wir sie nicht hören und denken immer schön an Mamas Worte: „Das hat alles nichts mit dir zutun“

Sie hat Recht. Es interessiert mich nicht, wer die Kaffeekanne bekommt.

Am Ende wenn alles vorbei ist und ich alleine bin, wird alles wieder zu mir zurück kommen. Dann ist alles wieder so wie ich es haben möchte.

Zum Teufel, dann nimm dir halt die blöde Kaffeekanne!

13.3.09 19:51
 


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